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Sonntag, 5. Oktober 2014

Von Ancenis bis Nantes (64. Etappe)



01.10.2014, Sonne und Regen 16 Grad

Ca. 40 km mit dem Zug

Region: Pays de la Loire

Departement: Loire-Atlantique

Arrondissement: Nantes

Übernachtung: Abat Jour







 Petit dejeuner in Ancenis....so schön




Ein wunderschönes Frühstück im Haus der Magnolien. Ich kann mir nun Zeit lassen, meine Füße sind so kaputt, dass ich die letzte Etappe wieder einmal mit dem Zug fahre.

Egal. Es ist gut so.




 Jeder Ort hat seine Markthalle




Vorbei an der Markthalle von Ancenis und durch den Markt draußen, tappse ich vorsichtig zum Bahnhof und fahre die 40 Kilometer. Irgendwie bin ich nun erleichtert. Denn die letzte Etappe zum Meer wird ja eine Bootsfahrt auf der Loire sein.

Also ist es hier irgendwie schon zu Ende mit der großen Anstrengung.



Botanischer Garten in Nantes - Spiegelbild meines Zustandes



In Nantes habe ich drei Übernachtungen gebucht. Aber auch hier kommen Tag für Tag die Kilometer zusammen. Zwischen dem wunderschönen Stadtpark und der Ile de Machines, die einen fast in die Zeit und die kühnen Ideen eines Jules Vernes oder Leonardo da Vinci zurück versetzt.

Auf der Ile des Machines gab es Ende der Neunziger Jahre eine Wiederauferstehung aus dem Niedergang der Werften.




François Delarozière und Pierre Orefice sind die beiden Menschen, die mit Hilfe von finanziellen Mitteln von Nantes, dem Departement Loire Atlantique und der EU diese Welt ins Leben gerufen haben.

Allein hier halte ich mich fast einen ganzen Tag auf. Nur wenige Touristen sind unterwegs und die Besucherbetreuer bei den Machines haben Zeit. So darf ich mit dem Heron fliegen und den rechten Seitenflügel mit einem Hebel bewegen, während sich der gesamte Vogel, ferngesteuert, in die Luft erhebt. Ich fühle mich in Kinderzeiten zurückversetzt.









Elefant mit Schulklasse
 Mittagspause in der Werfthalle









 Spinnentier


Auch architektonisch zeigt die europäische Umwelthauptstadt einiges. Altes und Neues.





















In Nantes lerne ich den Unterschied zwischen Crepe und Galette. Das Crepe wird aus Weizenmehl hergestellt und hat eher eine süße Füllung, während man für ein Galette Buchweizenmehl verwendet und eher was Herzhaftes reintut.














Mittwoch, 1. Oktober 2014

Von Montjean-sur-Loire bis Ancenis (63. Etappe)



01.10.2014, trüb und sonnig, 18 Grad

Ca. 8 km zu Fuß, der Rest mit dem Zug

Region: Pays de la Loire

Departement: Loire-Atlantique

Arrondissement: Ancenis

Übernachtung: Castel Magnolia





Ein angenehmes Frühstück im Fief des Cordeliers und dann steige ich hinab zur Loire, meinem nächsten Tiefpunkt entgegen.


Loire am Morgen
Loire am Morgen









Im tiefsten Nebel überquere ich die Loirebrücke bis zur Mitte und steige dann hinab zu einer Halbinsel (wie sich später herausstellen sollte, ist es eigentlich eine Insel).



Vorbei an Zauberbäumen und..



...und anderen Gefahren...




Auf der Karte zeigt es an, dass der Wanderweg am Ende der Halbinsel wieder irgendwie auf das Festland führt. In Google Earth konnte ich zwar keine Brücke entdecken, aber da ich so gerne auf dieser Insel laufen möchte, beschließe ich, Vertrauen zu haben. Es wird bestimmt alles gut. Vorbei an Harry Potter Bäumen und wilden Stieren gelange ich mit meinen kaputten Füßen bis zum Ende der Insel.

Ja – und jetzt – keine Brücke!!!!!! 



Brücke zum Festland nach Ingrandes



Nur so ein komisches Boot im Sumpf. Nachdem ich mich mental erstmal aus meinem eigenen Sumpf ziehe, fange ich zu denken an. Wie ist die Bedeutung dieses Bootes? 
Nachdem ich mit den Stöcken wie ein Rehlein durch den Sumpf gesprungen bin, und das Boot erklettert habe, komme ich allmählich drauf. Mit den an beiden Seiten angebrachten, sehr langen, Eisenketten kann man sich immer jeweils auf ein Ufer hinziehen. Eine floating bridge, wie ich später erfahre. Ha, geschafft. Ich bin in dem kleinen Ort Ingrandes.

Und nun ist es endgültig zu Ende mit meinen Füßen.



Die restlichen 20 km fahre ich mit dem Zug nach Ancenis. Dort wartet schon wieder eine wunderschöne Unterkunft auf mich. Das Castel Magnolia war früher eine Stadtbücherei und wurde von der Besitzerin restauriert und sehr geschmackvoll eingerichtet. Eine Hälfte ist das Zuhause der Familie, die andere Hälfte wird vermietet. 

Etwas laufe ich noch im Ort umher und dann ist es gut.







Mein formidables Zimmer im Castel Magnolia in Ancenis